PR als Profession – oder: Warum Chamäleons ihre Farbe wechseln

ChristineFröhlerkIm Wintersemester 2015/16 hatte der Förderkreis TV Staufia für den akademischen Nachwuchs zum Vortrag „PR als Profession – oder: Warum Chamäleons ihre Farbe wechseln“ auf das Staufenhaus ein. Als stellvertretende Geschäftsführerin der Communication Consultants aus Stuttgart berichtete Frau Christine Fröhler aus dem Arbeitsumfeld einer PR-Agentur.
Zu Beginn die Titelfrage in den gut besuchten Saal: „Warum wechseln Chamäleons ihre Farbe?“ Die Antwort führt in der Regel auf die Tarnung zurück und die Fähigkeit, sich seiner Umgebungsfarbe anzupassen um sich vor Feinden zu schützen. Doch in diesem Fall liegt die Allgemeinheit hier falsch. Durch das Wechseln der Farbe kommunizieren Chamäleons mit ihren Partnern. ….
Aufgrund dieser Tatsache hatte Christine Fröhler diese Eingangsfrage bereits im Vortragstitel formuliert. Wie das Chamäleon, müssen die Mitarbeiter einer PR-Agentur auch ihre Farbe wechseln können und sich schnell einer neuen Umgebung anpassen, bzw. in eine neue Rolle schlüpfen können. Als PR-Berater müsse man die Rolle des Change-Managers oder Business-Developers genauso schnell einnehmen können, wie auch die Rolle eines Filmproduzenten oder eines Event-Machers. Zudem sei es extrem wichtig, sich innerhalb kurzer Zeit auch in ein neues Unternehmen hineinzuversetzen. So spricht Christine Fröhler vom Farbwechsel von „Bosch-Rot“ auf „Siemens-Petrol“ oder „Pannini-Gelb“. Für das eine Unternehmen stelle der PR-Berater den Ersteller des Kunden- oder Mitarbeitermagazins dar, für ein anderes Unternehmen übernehme der PR-Berater die komplette Kommunikation mit den Medien und stelle den Pressesprecher dar. Der große Unterschied zwischen einer Werbeagentur und einer PR-Beratung bestehe darin, dass Werbung erkauft würde. PR hingegen versuche, Unternehmensmeldungen über den Journalismus in die Medien zu bringen.
Gustav Maler sagte „Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“ – und genau darin sieht Christine Fröhler die Herausforderung in ihrem Beruf. Ständig unter Strom, die Antennen auf Empfang, der Arbeitsalltag eines PR-Beraters scheint keinen Alltag zu kennen.
Interessant waren auch die anschließenden Fragen der Zuhörer. Auf die Frage nach den Besonderheiten der Bewältigung von Krisenkommunikation erklärte Frau Fröhler, dass diese sehr häufig im Verborgenen ablaufe und stellte die Wichtigkeit der vorbeugenden Maßnahmen sowie der guten Vorbereitung von kritischen Themen heraus. „Dinge weglassen, Schwerpunkte verlagern und so nah als möglich an der Wahrheit bleiben“ sei die beste Alternative, mit unbequemen Wahrheiten umzugehen.

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