Die Blockchain und ihre verschiedenen Anwendungsbereiche

Am 7. Mai haben sich viele Aktive und zu meiner großen Begeisterung auch viele AHAH auf dem Staufenhaus eingefunden, um den Burschenvorträgen von BB Zippy und mir zu lauschen. Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht, wie ich das doch relativ komplizierte Thema für Laien anschaulich erklären kann.
Die Blockchain an sich ist im Grunde genommen kein kompliziertes Gedankenkonstrukt. Man kann es sich einfach wie eine lange Datenkette vorstellen, die kontinuierlich weiterwächst. Jede Transaktion, die getätigt wird, wird in einem so genannten Block eingearbeitet. Sobald eine bestimmte Anzahl von Transaktionen zusammen getragen wurde wird der Block fertig gestellt und wie ein weiteres Bindeglied an die Blockchain angehängt.
Diese Idee ist schon einige Tage alt, da sie schon in den späten 90er Jahren geboren wurde. Dort schlossen sich einige Cyberpunks zusammen um ein von Banken unabhängiges Zahlungsmittel zu erschaffen. Sie erschufen den sogenannten kryptografischen Beweis. Mit dieser Verschlüsselungstechnik war es möglich Transaktionen zu tätigen, ohne dass eine dritte Instanz aus irgendeinem Grund benötigt wird.
Der Beweis schließt dritte sogar vollkommen aus. Das System kontrolliert und sichert sich mit jedem produzierten Block selbst. Dadurch werden Banken komplett unnötig. Und wenn wir ehrlich sind wird das auch langsam Zeit, da bei jeder Finanzkrise der letzten hundert Jahre die Banken signifikant beteiligt waren.
Jedoch ist das nicht alles was die Blockchain aus macht. Das besondere ist, dass sie nicht zentral von einer riesen Rechenfarm betrieben wird, wie z.B. bei Amazon oder Google, sondern das die benötigten Rechner dezentral auf der ganzen Welt verteilt sind.

Jeder ist in der Lage Bitcoin und andere Kryptowährungen zu fördern. Dafür benötigt er nur eine intakte Grafikkarte.
Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die auf der ganzen Welt verteilten Rechner alle gegenseitig kontrollieren. Das nennt man den Proof of Work Consens.
Als Beispiel: Ich schicke 1 Bitcoin an BB Zippy, dann werden über 51 % der Rechner gefragt ob ich überhaupt 1 Bitcoin in meiner Wallet (Geldbeutel) besitze. Wird dies bestätigt, wird die Transaktion automatisch durchgeführt. Also existiert auf jedem Rechner, der in diesem System integriert ist, die gleiche Kette mit der gleichen komplexen kryptografischen Information.
Als letztes Thema erläutere ich den Prozess der Miner. Die Miner sind die Personen, die die Mining Pools also die Rechenleistung zur Verfügung stellen. Sie sichern mit gewaltigen Pools die Blockchain.
Die Miner haben zwei Ziele, oder man kann es auch Aufgaben nennen. Als erstes fügen sie, wie ein Buchhalter, alle Transaktionen von einem bestimmten Zeitraum in einer Liste zusammen. Diese wird dann der neue Block.
Das zweite Ziel ist die Belohnung zu erhalten, die es für das produzieren eines solchen Blocks gibt. Als z.B. Bitcoin geschaffen wurde erhielt man 50 Bitcoin pro Block, das ist heutzutage durch so genannte Coinburns nichtmehr der Fall. Heute bekommt man noch 12,5 BTC.

Doch wer bekommt diese Belohnung? Das wird nach dem Prinzip des Glückspiels entschieden. Jeder Miner, egal ob er 1 oder 1000 Rechner besitzt, hat die gleiche Chance. Diese Rechner müssen ein kryptografisches mathematisches Rätsel lösen. Derjenige dem das als erstes gelingt bekommt das Recht den Block herzustellen und die Belohnung von 12,5 Bitcoins einzustreichen.
Ich hoffe euch hat mein Vortrag und mein Bericht gefallen, vielleicht habe ich ein paar Leute dazu bekommen sich mit dem Thema auseinander zu setzen und zu erkennen, was für ein riesen Potential in diese neue Technik steckt. Wenn ihr Fragen, egal zu welchem Bereich der Blockchain habt, könnt ihr mich gerne kontaktieren.

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