Der erste Online-Coleurbummel

Um Corona-konform andere Verbindungen kennenzulernen, trafen sich die sechs Esslinger Bünde am Freitagabend, den 09.04.2021, zu dem vermutlich weltweit ersten Online-Coleurbummel.Seit dem ersten Corona Semester (SS20) gab es fast keinen Coleurbummel mehr zwischen den Esslinger Verbindungen. Die neuen Füxe und Gäste haben demnach noch nie die Erfahrung eines Coleurbesuchs machen können und kennen die anderen Verbindungen nur durch Fuxenstunden und aus Erzählungen in geselliger Runde. Um dem Mangel an Erfahrung Abhilfe zu schaffen und einen schönen Abend zu haben, hat sich ein Organisationsteam aus mehreren Bünden zusammengetan unddiesen Online-Coleurbummel organisiert. Zu Beginn um 19:30 Uhr haben alle Bünde in einem gemeinsamen Webex-Raum zusammengefunden, um sich vorab zu Begrüßen und organisatorische Kleinigkeiten zu besprechen. Anschließend trafen sich im Stundentakt immer zwei Bünde nach festgelegtem Plan in eigenen Webex-Räumen. Der erste Online-ColeurbummeDie Begegnungen begannen meist mit der Vorstellung der Füxe, den Gästen und derBurschen beider Verbindungen. Zwischendurch wurden auflockernde Fragen und Aufgaben, die vom Organisationsteam vorbereitet wurden, gezogen. Unter anderem zog BB Steckerdie Frage, wer der unfähigste Charge ist, und ging daraufhin ad fundum. Durch eine der gezogenen Aufgaben ist BB Schnäpsle zum Fux geworden und hat auf eine Anweisung von Fuxmajor Randy gewartet. Das Wartenwar leider vergeblich, da er für den Moment nicht auffindbar war. Es wird vermutet, dass er am Brot essen war, da der eifrige Fux Schlückle um kurz vor Mitternacht das Verlangen bekommen hat, welches zu backen.Um die Stimmung nach der Vorstellungsrunde weiter zu heben, wurde zwischen jeder Verbindung eine Anstafette getrunken. Die anderen Bünde standen häufig einer zahlenmäßig überlegenen und gefährlich schnellen 8er Stafette der Staufen, bestehend aus den Corona-konformen Teilnehmern im Schmirgler, gegenüber. Der erste Online-Coleurbumme. Nach der Anstafette wurden die Gemeinschaftsräume beider Verbindungen vorgestellt. Die Hausführung der TV Staufia endete immer im Schmirgler und durch die Zurufe „Dreh am Rad!“, mit einer schwungvollen Drehung des Kannenrads. Zur Verabschiedung des anderen Bundes wurde zum Ende jeder Begegnung noch eine Abstafette getrunken. Da die Veranstaltung sehr lange ging und nicht nur ein Bier getrunken wurde, ist es eine immer größer werdende Aufgabe geworden über den eigenen Bildschirm hinweg für Ordnung zu sorgen unddie geplante Organisation aufrechtzuerhalten. Der Kampf um das Silentium war mühsam und da Hausführungen in den Hintergrund gerückt sind und das Trinken von Stafetten priorisiert wurde, hat es Kannen gehagelt. Insgesamt war es ein ausgelassener Abend, an dem Füxe und Gäste zum ersten Mal andere Esslinger Verbindungen kennenlernen und deren Häuser sehen konnten. Auch die Unterschiede zwischen den Bünden sind den Neuankömmlingen nach dem Abend klarer geworden. Einen richtigen Coleurbesuchkann ein Online-Coleurbummel zwar nicht ersetzen, dennoch ist es die beste aktuell umsetzbare Alternative gewesen.

Autor: BB Toga

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